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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 211)

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nung des Metalles, aus Anwendungen charakteristische Eigenschaften desselben,

 aus der Art der Verwendung, wie sie bei den erwähnten Autoren

zu finden sind, den Metallnamen zu deuten, führt zu dem Resultate, dass

xaooitepoä, dem das lateinische stannum entspricht, höchst wahrscheinlich

Zinn, in keinem Falle aber Zink bedeutet hat.

Was die Frage betrifft, ob metallisches Zink den Völkern des Alterthums

 bekannt war, so haben die einzigen zwei Stellen, die bei den

Classikem darüber aufzufinden sind, zu einer Bejahung derselben verleitet.

 Die eine dieser Stellen findet sich bei Dioskorides bei Gelegenheit

einer Anweisung Zinkblumen zu bereiten und wurde dieselbe durch falsche

Auslegung eines Wortes so aufgefasst, als handle es sich hier um metallisches

 Zink; überdies ist auch noch der hier angegebene Vorgang technisch

 unmöglich. Die zweite Stelle findet man bei Strabo und diese beweist,

wenn sie nicht sehr verderbt ist, gar nichts, als dass Strabo über die

Dinge, die er hier berichtet. eine sehr undeutliche und verworrene Vorstellung

 hatte. Aus diesen Stellen nun wollte man beweisen, dass die

Alten Zink darzustellen verstanden; andere gewichtige Gründe sprechen

aber gerade für das Gegentheil. Die Herstellung des Zinkes erfordert

eine so complicirte Destillationsvorrichtung, wie man sie im Alterthume

bestimmt nicht gekannt hat. Ein Umstand aber, der am meisten in's Gewicht

 fällt, ist der, dass unter den Tausenden von Gegenständen, die auf

uns gekommen sind, sich kein einziger befindet, der aus Zink gefertigt

ist. Es tauchen zwar zeitweilig einzelne Angaben über Zinkfunde auf,

doch erweisen sich dieselben bei genauerer Prüfung als falsch; bei den

Ausgrabungen in den campanischen Städten aber wurde nie ein Zinkgegenstand

 gefunden, ebenso ist unter den Funden, die Schliemann in

Troja gemacht, kein Gegenstand von Zink, nicht eimal von Messing.

"Bevor also nicht ein Fund das Gegentheil erweist, muss man in

Abrede stellen, dass dem Alterthume metallisches Zink bekannt war.

vDas Zink erhielt von allen Metallen (neben Nickel und Platin) am

spätesten eine culturhistorische Bedeutung. Erst im vierten Decennium des

18. Jahrhunderts beginnt die Gewinnung des Metalles im Großen und

zwar zu Bristol (i743); von wo ab es als Nutzmetall an Bedeutung

Zllnlmmtnl

In dem Schlusscapitel seiner Schrift gibt der Verfasser eine etymologische

 Untersuchung der meisten im Laufe der Abhandlung vorkommenden

 Bezeichnungen. Bei vielen derselben ist die Etymologie dunkel,

so bei Kadmia, Misy und Sory, bei Galmei u. a. Für Zink selbst (alt:

der Zinken) dürfte sich kaum eine andere Erklärung finden lassen,

als dass es nach dem zackigen Aussehen benannt sei, jedoch nicht nach

dem des Metalles sondern seiner Erze. Eine noch größere Unsicherheit

in der Terminologie scheint bei den Völkern des Orients geherrscht zu

haben. Von den Ausdrücken, welche zeitweilig in Europa fürZink oder Zinku


            
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