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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XV (1880 / 175)

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Ungarn gehören in die Gruppe. Insofern endlich ohne Zweifel Wiener

Künstler dabei in Anspruch genommen waren, gehört auch das reiche

Gitter der Prälatentreppe im Stifte Herzogenburg hieher, während die

herrlichen Arbeiten des schon entlegeneren Stiftes St. Florian, wie erwähnt,

von einem Schlosser aus Linz gefertigt wurden. (A. Czerny, die Bibliothek

des Chorherrenstiftes St. Florian, Linz 1874, pag. 1x43 Als Meisterwerke

von Blecharbeit des Wiener Handwerks erwähnen wir dann noch die im

phantasievollsten Decor prangenden drei Portale der Wallfahrtskirche am

Hafnerberg bei Pottenstein, deren Herstellung zwischen 172g und 1745 fällt.

Wir zweifeln nicht, dass diese unsere spärlichen Erörterungen über

den Gegenstand in der Folge sich mannigfach erweitern lassen werden und

hätten nicht gewagt dieselben in ihrer Dürftigkeit bereits hinauszugeben,

wenn es sich hier nicht, wie eben in der gesammten Kunstgeschichtsforschung

der späteren Jahrhunderte in Oesterreich darum handeln würde, dass einmal

wenigstens ein Anstoss gegeben werde, welcher das Interesse zu wecken

vermöchte. Für jegliche Mittheilung und Berichtigung spricht der Verfasser

daher irn Vorhinein seinen Dank aus und bittet dringendst, ihm bezügliche

Notizen über Meisternamen, erhaltene Werke, daran befindliche lnschriften

oder Monogramme, sowie vorfindliche Rechnungen mittheilen zirwollen.

ln dieser Hinsicht wendet er sich besonders an die Genossenschaften, welche

vielleicht noch werthvolles Material in ihrer Lade bewahren mögen.

Frankreichs innere Geworhepolitik in den letzten hundert Jahren.

Frankreich steht heute xivirthschaftlich so mächtig da und überragt

seine industriellen Concurrenten in so vielen Richtungen, dass die Frage,

welches Verdienst an den Begründung dieser glänzenden Stellung der

inneren Gewerbepolitik der letzten Generationen zukomme, für uns

schwächere Rivalen in der That von eminent praktischer Bedeutung genannt

 werden muss. Darum ist es wohl gerechtfertigt, wenn wir etwas

genauer auf den Inhalt jener beiden Vorträge eingehen, mit welchen der

Sectionsrath im k. k. Unterrichtsministerium, Baron Dumreicher, am 19.

und 26. Februar im Oesterr. Museum den außerordentlichen Beifall seiner

zahlreichen Zuhörerlerntete, unter denen sich Se. Excellenz Dr. Stremayr,

Sectionschef Fidler, Baron Hye, Baron Schwarz-Senborn und viele Vertreter

 der Hochschulen und der Akademie befanden. Denn nur aus der

Erkenntnis, dass thatsächlich die innere Gewerbepolitik der Franzosen der

materiellen Entwickelung ihres Landes zu einem Vorsprunge verholfen

hat, den wir beklagen können, den wir aber zugestehen müssen, können

wir Belehrung und somit Gewinn schöpfen für unsere eigene Zukunft.

Die beiden Vorträge waren gewissermaßen eine Fortsetzung zu dem Buche

"Frankreichs Nationalwohlstand, ein Werk der Erziehungn, mit welchem

Baron Dumreicher im Vorjahre so wohlverdiente Anerkennung davontrug.
            
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