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Waldheim, Bader und Geisbe; Photolithographien und verschiedene Kunstdrucke,
repräsentirt durch Waldheim und die Firma Gerlach 8c Schenk;
Photographien, ausgestellt durch Lebel; Chromo-Lichtdrucke von Löwy,
das Prachtwerk wWiener Monumental-Bautena von den verdienstvollen
Verlegern Lehrnann 81 Wentzel, die äußerst lehrreichen vGeographischen
Charakter-bilden von Hölzel, sowie dessen wZimmerinterieursu, und endlich
Farbendrucke von Haupt 6c Kraus, die in erster Linie als Friese, Supraporten
und Plafond-Decorationen gedacht, jenen Raum im Zimmer beanspruchen,
den man noch am ehesten dem Oelfarbendruck einräumen kann.
Indem jedoch dem Künstler die Aufgabe zu Theil wurde, seine für diesen
Zweck angefertigten Vorlagen so zu componiren, dass die darnach auszuführenden
Drucke auch als Einzelbilder an die Wand gehängt werden
können, musste der rein decorative Charakter derselben aufgegeben werden
und es entstanden Zwitterdinge, die nach keiner Seite hin ihren Zweck
vollkommen erfüllen.
Unter den Bildhauerarbeiten findet nebst den vorzüglichen Holzschnitzereien
von Pendl eine kleine Terracottagruppe von Maschik aAmor
und Psychea viel Anerkennung.
Wie im verflossenen Jahre, hat auch heuer die Tiroler Marmor- und
Porphyr-Gesellschaft, deren Emporblühen ein Verdienst des Herrn Baurathes
Stache ist. eine Collection prächtiger Marmorsorten ausgestellt. Dieselben
stehen an Güte und Schönheit keinem ausländischen Producte
nach und sind ein Beweis dafür, wie unrecht wir thun würden, fremde
Marmorbrüche den einheimischen vorzuziehen.
Kehren wir aus dem Arkadenhofe wieder in den Saal VI und Vll
zurück, so haben wir hier noch die Buchbinderarbeiten und die Fächerfabrication
zu würdigen. Der bedeutende Fortschritt bei den ersteren,
namentlich seit der Bucheinband-Ausstellung des Museums im Jahre 1880,
ist bereits in früheren Berichten gewürdigt worden. Neu sind die zumeist
gelungenen Versuche in Lederintarsia von Nowak, und die Bucheinbanddeckel
nach Zeichnung des Architekten Theyer, insofern als die
zu deren Herstellung nöthigen Metallplatten, bisher Leipziger Product,
diesmal in Wien von den Gebrüdern Schüssler ausgeführt wurden. Bezüglich
der Fächerfabrication ist es fast ebensowenig, wie bei den Cartonage-Arbeiten
gelungen, durch Herbeiziehung zu den Weihnachts-Ausstellungen
die künstlerische Seite dieser Gewerbe zu heben. Es bleibt
daher noch Aufgabe des Museums, diesen lndustriezweigen ganz directe
Mittel und Wege zur künstlerischen Veredlung zu erößhen.
Die Spitzenindustrie sowohl, wie die weiblichen Handarbeiten zeigen
den guten Einfluss, welchen Unterricht und Beispiel fast schon allenthalben
auf den Geschmack ausüben, Die Fortschritte auf diesem Gebiete
sind in den Weihnachts-Ausstellungsberichten früherer Jahre so ausführlich
besprochen worden, dass wir blos das schon früher Gesagte wiederholen
würden, wollten wir dieselben eingehend würdigen. Auch bezüglich der
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