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male verdankt. Das ganze Werk wurde von Seite des Verlegers in wurdigster Weise
ausgestattet und gewiss ist auch eine auf wissenschaftlicher Grundlage fußende kunst-
geschichtliche Beschreibung der Denkmale Dalmatiens gar sehr geeignet, die Kenntniss
der letzteren wie der Geschichte des Landes in weiteren Kreisen zu verbreiten und so
Dalmatien selbst ndem [n- und Auslande naher zu rückenu
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Die altdeutschen Gläser. Beitrag zur Terminologie und Geschichte des
Glases. Von Karl Friedrich, Bibliothekar des Bayrischen Gewerbe-
rnuseums. Herausgeg. vom Bayrischen Gewerbemuseum in Nürnberg.
Nürnberg, G. P. J. Bieling (G. Dietz), 1884. 8.
Im Anschlusse an frühere Veröffentlichungen des Bayrischen Gewerbemuseums
erscheint gegenwärtige Schrift als ein tretflicher Beitrag zur Gesammtdarstellung der
deutschen Glasfabrication von ihren Anfängen bis in die Zeit der Barocke. Im Wesent-
lichen aus einzelnen, in mehreren Fachzeitschriften erschienenen Aufsätzen des Verfassers
zusammengestellt, lassen neue wesentliche Zusatze in nicht geringer Zahl das Ganze
auch als neues Werk erscheinen. Bei der Klarheit und Gewissenhaftigkeit, mit welcher
in dieser Arbeit alle wichtig erscheinenden Thatsachcn systematisch zusammengestellt,
Irrthümer der bisherigen Literatur des in Rede stehenden Gegenstandes ausgemerzt und
neuere Wahrnehmungen zur Kenntniss gebracht sind, kann das Buch als ein gar trelf-
licher Werkstein zum Aulbaue einer Geschichte deutschen Kunstgewerbeßeißes betrachtet
werden. Die beigegebenen Abbildungen, 40 Illustrationen im Text und 5 Tafeln, sind
durchgehends gut ausgeführt, die Ausstattung des Ganzen eine vollkommene. M.
KLEINERE MITTH Ei LUNGEN .
(Oesterreichisches Museum.) Wie alljährlich, Endet auch heuer
eine Weihnachts-Ausstellung statt, und zwar wird dieselbe am 30. No-
vember eröEnet und dauert bis 6. Jänner 1885. Anmeldungen werden
vom l. bis 31. October im Museum entgegengenommen.
(Ausstellungen in Budweis, Krems und Steyr.) Das Oesterr.
Museum veranstaltet im heutigen Sommer keine Special-Ausstellung im
eigenen Hause, sondern wird sich an den obengenannten Ausstellungen
in umlassenderem Maße betheiligen.
(Besuch des Museums.) Die Sammlungen des Museums wurden im Monate
Mai von 7308, die Bibliothek von 1406 Personen besucht; zur Ferstel-Feier wurden
618 Einladltngs-Kerten ausgegeben.
(Taohnnlogisches Gewerbemuseum.) Die Programme fur die Special-Lehrcurse
am Technologischen Gewerbemuseum im Schuljahre t884]85 wurden in den letzten
Tagen definitiv festgestellt und sind von der Direction des Museume gratis zu beziehen.
Demnach werden im nächsten Schuliahre, beginnend am t. October 1884, außer der
niederen und höheren Fachschule für Mobel- und Bautischlerei, der höheren Fnchschule
für Färberei, Druckerei, Bleicherei und Appretur, der niederen Fachschule für Bau-,
Kunst- und Maschinenschlosserei und Gießerei folgende Special-Lehrcurse abgehaiten:
Ein Fortbildungscurs für Mobel- und Bautischlerei, ein halbjahriger SpecialsLehrcurs für
hausindustrielle Schnitzerei und Drechslerei, ein ebensolcher für Werkmeister der Korb-
tiechterei und Weidencultur, dann für weibliche Arbeitskräfte fnr Korbflechterei, ein
Abendcurs über allgemeine Chemie für Färber, ein Fortbildungscurs für Metallindustrie,
ein Fortbildungscurs für Elektrotechnik und ein Specialcurs für Maschinisten. In semmt-
lichen Cursen ist die Zahl der Platze eine beschränkte und müssen diejenigen, welche
sich die Aufnahme sichern wollen, die Anmeldungen sobald als mbglicb einbringen.
(Internationale Ausstellung von Motoren und. Werkzeugmaschinen für das
Kleingewerbe in Wien 1884.) Die Vorarbeiten fnr diese Ausstellung schreiten rnstig
vorwärts. Es liegen bereits Pläne für den Neubau einer Maschinenhulle im Parke der
Gartenbau-Gesellschaft, und zwar im Anschlusse an die bestehenden Gebäude, zur Offert-
ausscbreibung fertig vor. Das Programm der Ausstellung erfuhr eine Bereicherung, indem
die Anwendung des Gases nicht allein für den Betrieb von Motoren, sondern auch für
andere gewerbliche Zwecke und auch für Beleuchtung und Beheizung in umfangreicher
Weise vorgeführt werden wird. Auch für den letzteren Zweck haben schon hervorragende
Firmen ihre Betheiligung an der Ausstellung angemeldet.