MAK
| Versteigerung I 
| bei C. G. Boerner | 
Leipzig, Universifäfsslrasse 26 | 
| am 2., 3. und 4. Mai | 
Die Kupferstich - Sammlung 
1 Graf Yorck von Warten bürg 1 
Deutsche Kupferstiche und Holzschnitte des XV. und XVI. Jahrh. 
= Meister E. S. Schongauer-Werk Dürer-Werk == 
EE dazu aus altem FUrslenbeslfz: Inkunabeln des Kupferstiches und Holzschnittes. Nieder- ES 
ländische Holzschnitte de3 XVI. Jahrhunderts. Französische Farbdrucke. Ferner die — 
Rembrandl-Sammlung N. Massaloff, 1. Teil und einige andere Beiträge, dabei ein 
= Marienleben Dürers in Probedrucken von großer Schönheit. ES 
Katalog 170: 0 RMark ~j 
Handzeichnungen aus der Eremitage | 
ss zu Leningrad. Außer einigen kostbaren Blättern Deutscher Meister des XV. und XVI. —s 
Jahrhunderts, Französische Handzeichnungen des XVIII. Jahrhunderts: Boucher, Es 
Fragonard, Greuze, Lavreince, Moreau, G. de Saint-Aubin, Hubert Robert. ss 
=E Katalog 177: 4 RMark — 
AUKTIONSHAUS 
S. KENDE 
Wien I., Rotentu r mstraße Nr. 14 
Telephon Nr. R-21-2-68 
80. KUNST AUKTION 
PRIVATBESITZ. 
NACHLASS W. 
Gemälde alter und neuerer Meister 
Aquarelle und Miniaturen 
Kunstmobiiiar, Silber, Porzellan, Glas, 
Perserteppidie etc. 
Kupferstiche, Handzeiclinungen, 
Kunstbücher 
Schaustellung: 
Freitag, den 1., bis inkl. Montag, den 4 April 1932, 
täglich von 10 bis 6 Uhr 
im Auktionssaale: Wien i, Rotenturmstraße Nr. 14 
Versteigerung: 
Daselbst; Dienstag, den 5., und Mittwoch, den 
6. April 1932, ab 3 Uhr nachmittags 
Wir suchen 
Handschriften und Alte Drucke 
mit Relation zu Skandinavien 
und Island. 
Städteansichten und Prospekte aus 
Dänemark, Norwegen und Schweden 
Levin & Munksgaard 
Nörregade 6 — Kopenhagen K. 
Dänemark 
Gemälde 
Schweizer Maler 
zu kaufen gesucht. 
Offerte mit Preisangabe erbeten unter 
„Schweizer“ 
an die Exped. der 
„Internationalen Sammlerzeitung"
	            		
Internationale $mm\er-Z0vms Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfreunde Herausgeber: Norbert Ehrlich 24. Jahrgang Wien, 1. April 1932 Nr. 7 3m Zeichen Soethes. Die ganze Kultur weit steht in diesen Tagen im Zeichen Goethes, dessen Todestag sich am 22. März zum hundertsten Male j ährte. Es kann hier nicht der Ort sein, die zahllosen Huldigungen zu registrieren, die den Manen des Dichterfürsten allenthalben gezollt wurden: Was den Sammler be sonders interessiert, sind die Ausstellungen, die dem Andenken des Unsterblichen gewidmet sind. An der Spitze schreitet da wohl Wien, wo der „Goethe-Verein“ in Verbindung mit Sammlern eine prachtvolle Ausstellung in der „Albertina“ arran giert hat. Der erste Saal ist Goethes Vorfahren und dem. „jungen Goethe“ gewidmet: Man sieht seine Studienbehelfe, merkwürdige Proben seines ersten Welterfolges, „Werther“, die französischen Theater stücke, die er 1760 bei der Besetzung Frankfurts durch die Franzosen kennen lernte und die seinen Bildungsgang stark beeinflußten. Im nächsten Raume sind Goethes Nachkommen vereinigt, von denen die beiden Enkel mit ihrer Mutter Ottilie ja durch viele Jahre in Wien lebten, die Enkelin Alma hier ge storben ist. Auch die Familie von Goethes Haus arzt Vogel, dessen Tochter die Gemahlin des Wiener Universitätsprofessors Dr. Demelius war, stellt einen näheren Zusammenhang mit Wien dar. Der sich anschließende Durchgang enthält Hand zeichnungen Goethes, Ein eigener Raum ist „Faust“ und seiner zeit genössischen Illustration sowie seiner Entstehung und Verbreitung gewidmet. Beherrscht wird dieser Saal durch das große Faust-Gemälde Schnorrs von Carolsfeld (1818), das durch Jahrzehnte in der kaiser lichen Gemäldegalerie aufgestellt war. An den Wänden wertvolle „FausV-Zeichnungen von Peter Cornelius und anderer Romantiker wie Schelf er vort Leonhartshof, Führich, Retzsch, In den Pulten die französische „Fausf'-Ausgabe mit den Zeichnun gen von Delacroix u. a, m. Dazwischen fünf Deko rationsmodelle des Burgtheaters zu „Faust“. Im nächsten Zimmer setzen sich die Illustrationen zu „Faust“ und Zeichnungen klassizistischer und roman tischer Künstler zu Goethe.schen Werken fort; die Pulte zeigen Autogramme von Weimarer und Jenaer Zeitgenossen Goethes, so namentlich solche aus der Sammlung Dr. Otto Frankfurter in Wien und in der Mitte eine Vitrine mit Autogrammen aus dem Besitze des Dichters Dr. Stephan Zweig in Salz burg. Aus dieser letzteren, in ihrer Art einzigen Sammlung, ist auch die im „Goldkabinett“ gleichsam als Sanktissimum aufgestellte Vitrine angefüllt, die u. a. eine Haarlocke Goethes, seine Schreibfeder, einige schöne Handzeichnungen von ihm. und das Autogramm einer Seite aus „Faust“, zweiter Teil, enthält. Ein eigener Saal ist „Weimar“ Und dem Weimarer Kreis Goethes eingeräumt. Hier finden wir Michaleks Farb-stiftbilder der Interieurs aus dem Goethe-Hause auf dem Frauenplan, unter den Por träts ein bisher unbekanntes Öelbildnis des in Weimar ausgebildeten und dann in Wien tätigen Schauspielers und Schriftstellers Heinr. Schmidt; in den Vitrinen interessante Stücke des Staats archivs, so die Verleihung des kaiserlichen Rats titels an Goethes Vater, des Adelsstandes und des Kommandeurkreuzes des Leopoldsordens an ihn selbst, eigenhändige Briefe Goethes an Metternich, Andenken an Grillparzers Beziehungen zu Goethe, darunter das von Gräfin Egloffstein in Weimar 1 ge zeichnete Bildnis Grillparzers. Ein anderes Pult dort bringt neben den Isabeyschen Miniaturen des Kaisers Franz und der Kaiserin Maria Ludowika Goethes Be ziehungen zum Wiener Hofe aus den böhmischen Bädern, Es folgt ein Saal, der das Thema „Goethe und Italien“ behandelt. An den Wänden eine Reihe einschlägiger Bilder und Gemälde von Malern, die in Rom zu Goethe in persönlicher Berührung stan den, wie Tischbein, Hacker^,Angelika Kaufmann und ihr Gemahl, der Maler Zucchi. Ergreifend ist dort der Anblick*des durch die,.österreichische Ge sandtschaft in Rom im Jahre 1786 „interzipirten“ (aufgefangenen) Briefes von Goethes Mutter an diesen, eines Briefes, „der ihn nie. erreichte’’ und der in wahrhaft rührender Weise der Freude der Mutter Ausdruck gibt, den.. Sohn . nun endlich -ff) Italien am Ziele seiner lang gehegten Reisewünsche zu sehen. Ein Schaukasten zeigt die Lebendmaske Goethes und einen Abguß seiner Hand, Den Beschluß machen die beiden Galerien, die einst den alten Bestand der Albertina bargen. In der ersten derselben wird an einer ganzen Reihe von Pulten „Goethe und die Wiener Bühnen“, be sonders das Burgtheater illustriert, Wir sehen dort u, a. den Theaterzettel der ersten Aufführung eines Goetbeschen Stückes in Wien („Erwin und Elmire“ mit der Musik der Herzogin Anna Amalia von Wei mar, 1776); anschließend in. ähnlicher Weise das Kapitel „Goethe und die Musik“ an ausgewählten Beispielen, Hier erregt die bisher kaum bekannte
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