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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 205)

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in Kisten verpackt, wo sie vollständig geschützt aufbewahrt werden, bis

die Museal-Ausstellung wieder eröffnet werden kann. Die prachtvollen

Portieren der Firma Ph. Haas in Wien, von welchen eine durchnässt, die

andere feucht ward, wurden verpackt und werden je nach dem Wunsche

des Herrn Ph. Haas entweder zurückgeschickt oder wieder ausgestellt

werden. Die anderen Beschädigungen im Musealraum sind so gering, dass

sie bald reparirt werden können und wir nicht nöthig haben, sie namentlich

 aufzuführen.

Die Reconstruction des Daches wurde dem Ingenieur 'v. Strudthof

übertragen. Man gibt sich der Hoffnung hin, dass in 14 Tagen der Pavillon

 III wieder eröffnet werden kann. I-Ioifen wir, dass diese Reconstruction

 so durchgeführt wird, um den zu erwartenden Borastürmen zu

widerstehen, welche sich nach den Sciroccostürmen im Herbste einzustellen

 pflegen. Dass wir vorsichtig und misstrauisch geworden sind, wird

uns Niemand übel nehmen. Die vollständige Schließung des Pavillons

schien der fachmännischen Commission schon aus dem Grunde nicht

zweckmäßig, weil die vollständige Schließung der Museal-Abtheilungen

vielleicht viele Aussteller veranlassen könnte, sich von der Ausstellung

vorzeitig zurückzuziehen.

Als der Unterfertigte am 22. September die Ausstellung des Museums

 in Begleitung des Prof. Macht und des Dieners Exinger besuchte,

fand er alle Vorsichtsmaßregeln, welche zum Schutze der Museal-Ausstellung

 als nöthig erachtet wurden, schon in voller Ausführung.

Wenn es Zeit und Geschäfte gestatten, wird der Unterfertigte eingehender

 über einige bemerkenswerthe Erscheinungen aui der Triester

Ausstellung berichten.

Triest, 22. September x882. R. v. E.

Ueber Porzellan.

Vortrag, gehalten im k. k. Oesterr. Museum für Kunst und lndustrie am 2. März 188:

von Dr. Friedrich Linke

(Fortsetzung)

Ich will die spätere Zeit des künstlerischen Niederganges der Fabrik

nur ganz flüchtig berühren. Ungeschickte Principien der Leitung, die es

nicht verstand, die Kunstkräfte der Anstalt in gleichem Niveau zu erhalten

 und Zuwachs zu zügeln, Verwilderung des Geschmacks, wie er in

der Zeit lag, Außerachtlassung des SorgenthaYschen Grundsatzes, dass die

Fabrik zunächst als Kunst- und Musteranstalt gelten müsse - dafür vorzugsweise

 Betonung des technischen und geschäftlichen Momentes -- all'

das brachte die Anstalt schließlich auf den Standpunkt einer gewöhnlichen

 Fabrik, der es nur darum zu thun sein sollte, viel zu produciren

 und dem Staate nichts zu kosten.
            
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